Judo Lexikon

Aussprache:

· ai (z.B. Tai)  gesprochen wie ei
· ch (z. B. uchi)  gesprochen tsch
· ei     gesprochen wie ee
· g (z. B. nage) innerh. eines Wortes: gesprochen wie anklingendes n (nange)
· ou (z. B. outen-jime)  gesprochen wie ein langes o
· j (z. B. jime)   oft mit leicht anklingendem d gesprochen (djime)
· s (z. B. soto)   gesprochen mit scharfem s
· sh (z. B. ashi)  gesprochen wie sch
· z (z. B. waza)   gesprochen mit weichem s

A

aiki Eine Art der Selbstverteidigung mit speziellen Prinzipien

aite     Gegner, Partner

ashi     Bein, Fuß

ashi-garami   Beinbeugehebel

ashi-gatame   Beinstreckhebel

ashi-waza   Bein- oder Fußtechnik, Beinwürfe

ate     schlagen, treffen

atemi-waza   Schlagtechniken

ayumi ashi eine Art des Gehens, bei der ein Fuß vor den anderen gesetzt wird

B

barai     fegen

budo     Urbegriff der Kampfkünste

bujitsu   Kriegskunst

bushido Die moralisch-ethischen Prinzipien der Ritter; urspr. im 14. Jahrhundert

D

dan     eine Graduierung (allgemein der Schwarzgurt)

de-     heraus kommen, sich nähern

de-ashi-barai   Fußfegen

do     Weg

dojo     Halle oder Raum, Ort der Begegnung

E

eri     Kragen von Judojacke

eri-seoi-nage   Schulterwurf mit Kragengriff

G

gake-     einhängen, hakeln, blockieren

garami-   verwickeln, einwickeln, beugen

gari     sicheln

gatame   festhalten

goshi     Hüfte

goshinjitsu   Kunst der Selbstverteidigung

guruma   Rad

gyaku     Reserve, umgekehrt, von oben nach unten

gyaku-hara-gatame  umgekehrter Bauchstreckhebel

gyaku-juji-jime  Kammkreuzwürgen

gyaku-kannuki-gatame umgekehrter Riegelstreckhebel

gyaku-okuri-eri-jime umgekehrtes Kragenwürgen

gyaku-ude-gatame   umgekehrter Drehstreckhebel

gyaku-waki-gatame  umgekehrter Achselstreckhebel

H

hadaka   nackt

hadaka-jime   Freies Schränkwürgen

hairikata   Art, in eine Technik einzusteigen

hajime   anfangen

hane     Feder, Sprung (z. B. hane goshi = federnde Hüfte)

hane-goshi   Springhüftwurf

hane-maki-komi   Springdrehwurf

hantai     widerstreben

hantei Kampfrichterentscheid; der Hauptkampfrichter ruft am Ende eines unentschiedenen Kampfes die Seitenkampfrichter, um zu bestimmen, welcher der beiden Kämpfer nach ihrer Ansicht der Bessere war.

hara     Bauch

hara-gatame  Bauchstreckhebel

harai     fegen

harai-goshi   Hüftfegen

harai-tsuri-komi-ashi Hebezugfußfegen

hidaria   links

hiki-     ziehen

hiza     Knie

hiza-guruma   Knierad

hizi-maki-komi   Drehstreckhebel

hon Punkt, höchste Wertung, die in einem Kampf gegeben werden kann (siehe auch ippon)

I

ippon     ein Punkt (Wert von 10 Punkten)

ippon-seoi-nage   Punkt-Schulterwurf

J

jikan Pause (Anweisung des Kampfrichters an die Zeitnehmer, wenn eine Pause im Kampf notwendig wird)

jitsu (jiutsu o. jutsu) Kunst/Art

ju-jutsu (jiujitsu) alle Arten des Kämpfens ohne Waffen mit sehr drastischen Methoden

judo „der sanfte Weg“, Schläge und Tritte sind nicht erlaubt; Nutzung von tachi waza (Standtechniken) und ne waza (Bodentechniken)

judogi   Judoanzug

judoka   jemand, der Judo macht

juji-gatame   Kreuzhebel

junokata die Form der „Sanftheit“ zeigt die Prinzipien des Nachgebens

K

kachi (-gachi)   Sieg, gewinnen

kaeshi (gaeshi)   kontern

kaeshi-waza   Kontertechniken

kaeshi-jime    Sturzbankwürgen

kagato-jime    Fußwürgen

kami     - oben-  oder Papier-oder  Götter- oder vom Kopf her

kami-juji-gatame   Oberer Leistenstreckhebel

kami-shiho-gatame Kopf-Vierer

kannuki-gatame   Riegelstreckhebel

kansetsu-waza   Hebeltechniken

kata - Form: eine Gruppe von Techniken, die genutzt werden, um des Übenden Haltung, Balance und Verständnis der verschiedenen Judotechniken zu schulen oder Schulter

kata-gatame   Schulter-Haltegriff

kata-guruma   Schulterrad

kata-ha-jime   Hinteres Schulterwürgen

katame (gatame) verhärten, festlegen, halten, festmachen (z.B. kata-gatame = Schulter halten)

katate-jime Einhandwürgen

keiko     Übung, Übungsform

kensui-jime    Fallristwürgen

kesa Kleidung eines buddhistischen Mönches, die diagonal um den Körper gewickelt getragen wird.

kesa-gatame Schärpen-Haltegriff

kesa-garami Schärpenbeugehebel

kiai Kampfschrei, der genutzt wird um die Körperspannung zu erhöhen und den Willen zu stärken, wenn eine größtmögliche Anstrengung erforderlich ist

kime (v. kakeru)   entscheiden

kime-no-kata eine Form der Entscheidung, eine Kata des Selbstschutzes

ko     - klein, gering oder alt

koga-seoi-nage von außen eingedrehter Schulterwurf (Variante des seoi-nage)

ko-soto-gake kleines Einhängen

ko-soto-gari kleine Außensichel

ko-uchi-barai kleines inneres Fegen

ko-uchi-gari kleine Innensichel

ko-uchi-maki-komi   kleine Innensichel durch Mitfallen

kodokan   die Judohauptstätte in Japan (Tokio)

koka     eine Wertung (3 Punkte)

koshi (goshi)   Hüfte

koshi-guruma   Hüftrad

koshi-uchi-mata   innerer Schenkelwurf

kosho(ushiro)-ukemi Fallen rückwärts

kubi     Hals

kumi     nehmen, ergreifen

kumi-kata   Fassart am Judogi

kuruma (guruma)   - Rad oder Wagen

kuzushi   Gleichgewicht brechen

kuzure   reißen, zusammenbrechen

kuzure-kami-shiho-gatame Variante d. Oberen Vierers

kuzure-kesa-gatame Variante d. Schärpen-Haltegriffs

kuzure-tate-shiho-gatame Variante d. Reitvierers

kyu     Judograd bei Schülern

M

ma     exakt, genau, korrekt

mae     Front, vorwärts

mae-mawari-ukemi Judorolle vorwärts

maki-komi einwickeln; aufrollen; werfen, indem Tori sich so mitrollt, dass der Gegner von den Füßen gerissen wird

maki-komi-jime Drehwürger

manaka   Zentrum

masutemiwaza   Technik, bei der Tori direkt auf seinen Rücken fällt

mata     der innere obere Bereich des Oberschenkels

matte     Pause, Stop

mawari (v. mawaru) herumdrehen

mi     (menschlicher) Körper

migi     rechts

morote   beide Hände, zwei Hände

morote-seoi-nage   zweihändiger Schulterwurf

mune     Brust

mune-gatame   Brust-Haltegriff

N

nage     Werfen, Wurf

nage-waza   Wurftechnik, Standtechnik

nage-no-kata die Art des Werfens; 15 Würfe, die nach rechts und links ausgeführt werden sollen

nami     in eine Reihe oder Linie legen

nami-juji-gatame   Leistenstreckhebel

nami-juji-jime   Ristkreuzwürgen

ne     hinlegen

ne-waza   Bodentechnik

O

o     groß

o-goshi   großer Hüftwurf

o-guruma   großes Rad

okuri-ashi-barai   Fußnachfegen

o-soto-gari   große Außensichel

o-soto-guruma  großes Außenrad

o-soto-otoshi   großer Außensturz

o-uchi-barai   großes inneres Fegen

o-uchi-gari   große Innensichel

obi     Gürtel

okuri     vorwärts schieben

okuri-ashi-barai   Fußnachfegen

okure-eri-jime   Kragenwürgen

osae-komi Haltegriff; Ausruf des Kampfrichters, der den Zeitnehmern signalisiert, dass der Haltegriff effektiv ist und zählt

osae-komi-waza Haltetechnik

oshi     drücken, schieben

otoshi   stürzen, fallen lassen (z. B. tai-otoshi=Körpersturz)

R

randori   wildes Durcheinanderfassen

rei     Verbeugung, der Gruß

ryote     zwei Hände

ryote-jime   Doppelristwürgen

S

sabaki   drehen, ausweichen

samurai   Ritter (soziale Klasse)

sankaku   Dreieck

sasai     unterstützen, stützen

sasae-tsuri-komi-ashi   Hebezugfußhalten

senaka   Rückseite (eines Körpers)

sensei   Lehrer, Senior

senshu   Wettkämpfer, Sieger

seoi (v. seou)   auf dem Rücken (tragen)

seoi-otoshi Schultersturz (wörtl.: auf den Rücken nehmen und stürzen)

shiai     Wettkampf

shido     Warnung (Strafe im Wettkampf)

shime (jime) (v. shimeru) würgen

shime-waza   Würgetechnik

shimoza   „niederer Sitz“; die Seite der Schüler im Dojo

soto     außen

soto-maki-komi   Außendrehwurf

sukui (v. sukuku)   aufschaufeln

sukui-nage   Schaufelwurf

sumi     Ecke

sumi-gaeshi   Eckenwurf

sumi-otoshi    Eckenkippe

T

tachiwaza   Standtechnik

tai     Körper

tai-otoshi   Körpersturz

tani     Tal

tani-otoshi   Talfallzug

taoshi     umstürzen, umwerfen

tatami     Judomatten, Reisstrohmatten

tate     vertikal, aufrecht, gerade

tate-shiho-gatame   Reitvierer

te     Hand

tewaza   Handtechniken

tekubi     Handgelenk

tomoe umdrehen, wirbeln, verdrehen, Bogen, Winkel

tomoe-nage Kopfwurf (Überkopf-Wurf)

tori     Werfer, Ausführender

tsugi ashi Art des Gehens, bei der ein Fuß voran ist und der andere nachgezogen wird ohne den ersten Fuß zu überholen

tsuki-komi-jime Stützwürgen

tsukuri   Balance des Gegners brechen, eindrehen

tsuri „herausfischen“

tsuri-goshi Hüftzug

tsuri-komi heranziehen (heben und vorwärts ziehen)

tsuri-komi-goshi Hebezug-Hüftwurf

U

uchi     innen

uchikomi gegen etwas angehen/schlagen (eine wiederholte Überung, bei der die Wurftechnik bis kurz vor den Abwurf ausgeführt wird)

uchi-mata Schenkelwurf

ude     Arm

ude-garami   Armbeugehebel

ude-gatame   mit beiden Händen den Ellenbogen hebeln oder Drehstreckhebel

ue     über, oben drauf

uke     nehmen, der Geworfene

ukemi     Falltechnik, das Fallen

uki     schwimmen, tragend, schweben

uki-goshi   Hüftschwung

uki-otoshi   Schwebehandzug

uki-waza   Rückfallzug

ura     Rücken, hinten, umgekehrt

ura-nage   Rückwurf

ushiro   hinter, rück-

ushiro-goshi   Hüftgegenwurf

ushiro-jime    Freies Würgen

utsuri     verändern, bewegen

utsuri-goshi   Wechselhüftwurf

W

wakare   teilen, trennen

waki-gatame   mit der Körperseite hebeln oder Achselstreckhebel

waza     Technik

waza-ari   Wertung (Wert: 7 Punkte)

Y

yakosoku geiko   üben nach Vereinbarung, wechselseitig

yama     Berg

yoko Seite (z. B. yoko-sutemi-waza = ein Opferwurf, bei dem der Angreifer sich auf seine Seite fallen lässt um die Technik auszuführen)

yoko-gake Seitfußzug

yoko-guruma Seitenrad

yoko-otoshi Seitfallzug

yoko-shiho-gatame Seitenvierer

yoko-ukemi Fallen seitwärts

yoko-wakare Seitenriß

yoshi     weiter machen

yuko     Wertung (Wert: 5 Punkte)

Z

zarei     Verbeugung im Knien

zazen     sitzende Meditation

zen     buddhistische Meditation

zori     Strohsandalen mit Zeheneingriff